Der Kiessandtagebau Langhagen ist eng mit dem angrenzenden Naturschutzgebiet „Wüste & Glase“ und weiteren, teils überlagerten Schutzgebieten verzahnt. Zwischen dem Tagebau und NSG wurde das Grüne Besenmoos (Dicranum viride) nachgewiesen, eine nach Anhang II der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie besonders geschützte Art. Sie ist maßgeblich vom Erhalt des umgebenden Waldhabitats und dessen klimatischer Bedingung abhängig (Berg et al., 2009; Linke et al., 2009 & Hahne, W. et al., 2013).

Im Rahmen des Projektes werden die lokalen Standortbedingungen des Grünen Besenmooses weiter erforscht und für dessen Fortbestand entscheidende Renaturierungs- und Schutzmaßnahmen getroffen. Standortfremde Nadelholzbestände werden in naturnahe Laubmischwälder umgewandelt, ein schützender Waldmantel angelegt und die Übergangszonen von nährstoffarmen Tagebau-Gewässern über Magerrasen und Steilhänge bis zum Wald mit seinem feucht-kühlem Innenklima ökologisch aufgewertet und gepflegt.
Die seltene Kombination solch unterschiedlicher Habitate bietet Raum für eine hohe Artenvielfalt, sodass langfristig ein ökologischer Mehrwert für das Umfeld des Kiestagebaus und das NSG entstehen wird. Der geplante Waldmantel dient dem Erhalt des Mikroklimas und wird störende Einflüsse aus dem Abbau reduzieren. Somit trägt das Projekt entscheidend zum Erhalt der Pflanzen- und Tierwelt, insbesondere des Grünen Besenmooses bei und wird ein schöneres Landschaftsbild mit mehr biologischer Vielfalt erzeugen.

21.-23.06.2022 Studenten der Uni Bremen forschen im Projektgebiet

Eine wichtige Komponente des Projektes ist die begleitende Erhebung von Daten, um die Auswirkungen unserer Naturschutzmaßnahmen auch unter wissenschaftlichen Aspekten beurteilen zu können.

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22.06.2022- Sonne erwünscht: ökologisch wertvolle Trockenrasen werden von Gehölzen befreit

Auf dem derzeit ungenutzten Grünland zwischen Wald und Kiesgrube, insbesondere an deren Abhängen, beobachteten Studenten eine beachtliche Artenvielfalt bei den Blütenpflanzen, Insekten und Spinnen.

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19.05.22 – Weißdorn, Hundsrose & Co erobern das Freiland

Bei Sonnenschein und Vogelgezwitscher haben wir die im Frühjahr gepflanzten Gehölzarten begutachtet, die durch den Blattaustrieb mittlerweile gut zu erkennen sind. Hainbuche, Pfaffenhütchen, Hartriegel, Weißdorn und andere gebietstypische Arten beginnen oberirdisch wie im Boden ihren neuen Lebensraum zu erobern.

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06lip

01.04.2022 - erste Pflanzung zur Bildung eines Waldmantels

Nach all den Vorbereitungen konnten wir nun endlich beginnen, unsere sorgfältig geplanten Biotop- und Artenschutzmaßnahmen in die Tat umzusetzen und die ersten heimischen Gehölze zu pflanzen.

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12Maj

31.03.2022 - Bestandsaufnahme und Vorbereitung zur Pflanzung

Welche Arten wachsen bereits auf der Projektfläche? Wo genau soll der Wildschutzzaun verlaufen? An diesem Tag haben wir mit allen Beteiligten die letzten Details vor der Pflanzung vor Ort besprochen und den Ist-Zustand dokumentiert.

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12Maj

23.02.22 – Detaillierte Planung für erste Pflanzungen

Den Auftakt des facettenreichen Projektes bildet das Anlegen des Waldmantels, einer Pflanzung von Gehölzen entlang des Waldrandes mit dem Ziel, das typische Waldinnenklima für das Grüne Besenmoos zu erhalten und zu schützen.

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12Maj